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Rekordverdächtig: Über 130 Schul- und Vereinsvertreter/innen beim „Doppelpass“ im Regensburger Jahnstadion

(14.03.2024)
Nach einem Blick hinter die Kulissen des Jahnstadions und den offiziellen Grußworten der sportbegeisterten Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein, des Jahn-Geschäftsführers Achim Beierlorzer und des BSJ-Vorsitzenden Michael Weiß zur Einführung gab der Leiter der Jahnschmiede, Christian Martin, in seiner Keynote einen umfassenden Einblick in die Ausbildungsphilosophie des „Leistungszentrums der Region“ und die ganzheitliche Talentförderung im Kontext dezentraler Schulausbildung. Bereits in der nachfolgenden Talkrunde gab es weitere wertvolle Tipps mit Blick auf die unterschiedlichen Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schulen und Vereinen, die insbesondere mit Blick auf den sportorientierten Ganztag immer wichtiger werden. Achim Engelking, Referatsleiter für die Zusammenarbeit von Schule und Sportverein, führte durch das rhythmisierte Programm und moderierte die Talkrunde.

Die Förderung der Nachwuchskicker bei Jahn Regensburg erfolgt dabei nicht nur sportlich auf dem Fußballplatz, sondern auch mit Blick auf die schulische und die Persönlichkeitsausbildung. Diese erfolgt durch die Wertevermittlung, aber auch durch Zusatzangebote zur Aneignung von Lernstrategien, Tipps zur Arbeitsplatzgestaltung, zum Vokabeln lernen oder für effektives Lernen, betonte NLZ-Leiter Christian Martin in seinem Vortrag. In den Genuss dieser Förderung kam sein Schützling Leopold Wurm, der als Absolvent der Jahnschmiede bei seinem Ausbildungsverein auch seinen ersten Profivertrag abgeschlossen hat und „nebenbei“ sein Abitur am Regensburger Goethe-Gymnasium ablegt. Wurm bedankte sich bei seinen Eltern und seinem Schulleiter, Bernhard Rothauscher, für die breite Unterstützung und die gute Kommunikation mit den Koordinatoren und Trainern der Jahnschmiede. Rothauscher wiederum warb bei seinen Lehrer- und Schulleiterkollegen um Verständnis und mehr Flexibilität im Schulalltag der Sporttalente, z.B. in Bezug auf Abfragen, Schulaufgabentermine oder auch das Frühtraining, das sich an seiner Schule erfolgreich etabliert habe.

Achim Engelking, Referatsleiter für die Zusammenarbeit von Schule und Sportverein, führte durch das rhythmisierte Programm und moderierte die Talkrunde, in der auch Günter Hödl als Mitglied der Schulleitung des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Regensburg und Aufsichtsratsmitglied von Jahn Regenburg, der Bezirksvorsitzende der Oberpfalz, Thomas Graml, und Carsten Schenk von Special Olympics Bayern zu den genannten Themen und Kooperationsmöglichkeiten Stellung bezogen. „Ich freue mich auf die Fußball-EM als Leuchtturmveranstaltung und Motor. Denn wir haben aktuell zwar die höchsten Werte bei den Passanträgen, aber gleichzeitig brechen uns im Jugendbereich ab der U15 die Mannschaften weg.“, konstatierte der Bezirksvorsitzende. An dieser Stelle hakte Carsten Schenk von Special Olympics ein: „Mir ist es wichtig, Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung zusammen zu bringen. Vielleicht können wir in diesem Altersbereich ja die Lücken füllen. Es gibt schon einige inklusive Sportarbeitsgemeinschaften, bei denen das miteinander Sport treiben sehr gut funktioniert, und gerade in Regensburg ist das Thema schon sehr präsent.“

Unter der Überschrift „Best Practice“ wurden konkrete Initiativen des SSV Jahn Regensburg zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und zur Stärkung des Breitensports vom Koordinator Unternehmensentwicklung und Nachhaltigkeit, Stephan Burmeister, vorgestellt. Detlef Staude, Vorsitzender der Sportjugend der Stadt Regensburg, gab den Anwesenden zahlreiche wertvolle Tipps für die Jugendarbeit, Engagementförderung und Demokratiebildung in Schule und Verein mit auf den Weg.

In der Nachspielzeit nahm Martin Gradl als Landesschulobmann und Sport-nach-1-Koordinator den Ball noch einmal auf. Er zeigte Wege zur Anbahnung von Schul- und Vereinskooperationen mit speziellen Schulaktionen zur UEFA EURO 2024 auf, wie zum Beispiel das DFB-Schnupperabzeichen für Schulen oder das Ballhelden-Projekt. Außerdem wies er auf bestehende Fortbildungen zum Thema Fußball hin (Spielformen und Techniktraining in der Halle in Jgst. 3 - 6) oder auf die eSessions „Mini-Fußball in der Grundschule“. Das Schlusswort übernahm Achim Beierlorzer, der aufgrund seines persönlichen Werdegangs als perfektes Bindeglied zwischen Schule und Verein fungierte, und alle Anwesenden dazu motivierte, „im Sinne der Kinder und Jugendlichen immer weiter zu machen, die passenden Kooperationen einzugehen und mit Leben zu füllen.“
 

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