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Jugend trainiert für Olympia und Paralympics: Ein gelebtes Beispiel für mehr Teamgeist in der ganzen Gesellschaft

(27.09.2019)
Der Einzug der 16 Bundesländer ins Berliner Olympiastadion im Rahmen der Eröffnungsfeier, die beeindruckende Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und die Entzündung des olympischen Feuers durch die zweimalige Olympiasiegerin Britta Steffen werden den Teilnehmer/innen dieses Jubiläumsfinales neben den eigenen Wettkampferfahrungen und Platzierungen wohl für immer in ganz besonderer Erinnerung bleiben.



In seiner Ansprache hatte der Bundespräsident zunächst an die Anfänge des Wettbewerbs erinnert, an das erste Bundesfinale 1969. „Damals war Deutschland noch geteilt und die Finalisten waren mit dem Flugzeug auf die Insel West-Berlin gekommen.“ Er selbst sei damals 13 Jahre alt gewesen und habe gerne, aber mit überschaubarem Talent Fußball gespielt, so dass es für ihn leider nie für die legendäre Regenjacke von „Jugend trainiert“ gereicht habe.

Dann schlug er die Brücke zum heutigen Wettbewerb und formulierte ein gesellschaftliches Anliegen: „Der Wettbewerb führt Sportler mit und ohne Behinderung zusammen, sie lernen sich kennen, unterstützen sich gegenseitig, sind füreinander da. Ich finde, dieses Miteinander ganz verschiedener Menschen, dieser Zusammenhalt im Sport ist ein großes Vorbild für uns alle. Ich wünsche mir jedenfalls mehr Teamgeist in der ganzen Gesellschaft.“

Am Ende seiner beeindruckenden Rede wurde er noch deutlicher: „Was ich am allerwichtigsten finde: Bei ‚Jugend trainiert‘ lassen Sportlerinnen und Sportler die Olympische Idee lebendig werden, eine Idee, die die Nationalsozialisten 1936 in diesem Stadion so schändlich missbraucht haben. Fairness üben, sich an die Regeln halten, keine faulen Tricks anwenden und keine verbotenen Substanzen einnehmen, den Gegner als Konkurrenten, nicht als Feind sehen, jeden gleich wertschätzen, ohne Ansehen von Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung; dem verdienten Sieger gratulieren und dem Verlierer Respekt zollen – ich finde, diese Werte müssen wir heute überall hochhalten und verteidigen.“

Nach drei Wettkampftagen standen dann die Bundessieger und folgende Platzierungen für die bayerischen Schulteams fest:

Beachvolleyball (WK II Mix):
Christoph-Probst-Gymnasium Gilching: 9. Platz
Fußball:       
WK II Jungen: Heinrich-von-Buz-Realschule Augsburg: 13. Platz
WK III Jungen: Walter-Klingenbeck-Realschule Taufkirchen: 8. Platz
WK II Mädchen: Staatliche Realschule Herrsching: 11. Platz
WK III Mädchen: Werner-von-Siemens-Gymnasium Regensburg: 8. Platz
JTFP: Brunnenschule Königsbrunn: 4. Platz
Golf (WK II):   
Wittelsbacher-Gymnasium München: 8. Platz
Hockey:
WK III Jungen: Gymnasium München-Nord: 1. Platz
WK III Mädchen Gymnasium München-Nord: 7. Platz
Judo:       
WK III Jungen: Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg: 9. Platz
WK III Mädchen: Erzbischöfliche St.-Ursula-Mädchenrealschule Hohenburg-Lenggries: 2. Platz
Leichtathletik:
WK II Jungen: Hanns-Seidl-Gym Hösbach: 13. Platz
WK III Jungen: Franz-Marc-Gym Markt Schwaben: 13. Platz
WK II Mädchen: Bertolt-Brecht-Schule Nünrberg: 8. Platz
WK III Mädchen: Gymnasium Eckental: 12. Platz
JTFP:  Förderzentrum Altdorf: 14. Platz
Rudern:       
WK II Jungen (Achter): Gymnasium Starnberg: 4. Platz
WK II Jungen (Doppelvierer) Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau: 2. Platz
WK II Jungen (Gig-Doppelvierer) Deutschhaus-Gymnasium Würzburg: 1. Platz
WK II Mädchen (Gig-Doppelvierer) Deutschhaus-Gymnasium Würzburg: 3. Platz
WK II Mädchen (Doppelvierer): Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau:  3. Platz
WK III Mädchen (Doppelvierer): Deutschhaus-Gym Würzburg:    5. Platz
WK III Jungen (Doppelvierer): Josef-Effner-Gymnasium Dachau: 7. Platz
Schwimmen    
WK III Jungen: Augustinus-Gymnasium Weiden: 8. Platz
WK IV Jungen: Isar-Gymnasium München: 8. Platz
WK III Mädchen: Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg:  7. Platz
WK IV Mädchen: Clavius-Gymnasium Bamberg: 13. Platz
JTFP: Pater-Rupert-Mayer-Zentrum Regensburg: 9. Platz
Tennis:       
WK III Mädchen: Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg: 5. Platz
WK III Mädchen: Bernhard-Strigel-Gymnasium Memmingen: 10. Platz
WK III Jungen: Ernst-Mach-Gymnasium Haar: 3. Platz
Triathlon (WK III Mix):   
Ohm-Gymnasium Erlangen: 3. Platz

So wie in der gesamten Finalwoche waren auch zur Abschlussveranstaltung zahlreiche Prominente aus Sport, Politik und Wirtschaft gekommen, um mit den über 4.500 TeilnehmerTinnen das Jubiläumsfinale gebührend zu feiern. Das Herbstfinale ist zwar vorbei, aber die Jubiläumsfeierlichkeiten werden weitergehen: denn das ganze Schuljahr 2019/2020 soll im Zeichen von 50 Jahre „Jugend trainiert“ stehen.

Quelle: www.jugendtrainiert.com
Fotos: (C) DSSS/Sampics


 

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